„Ente Wurzel aus Kuh“: Was bedeutet das?

Wie funktioniert das Wortspiel?
Über den Klang. „Die n-te“ wird beim Sprechen zu „die Ente“, und das Q spricht man wie „Kuh“. Das Wurzelzeichen dazwischen bleibt, was es ist. Aus einer Formel, die jeder aus dem Matheunterricht kennt, wird ein Satz mit zwei Tieren.
Der Witz lebt davon, dass beide Lesarten vollständig sind. Wer die Formel kennt, sieht sie sofort. Wer sie nicht kennt, sieht zwei Tiere und ein Rechenzeichen und wundert sich.
Was ist die n-te Wurzel?
Die Umkehrung des Potenzierens. Die zweite Wurzel aus 9 ist 3, weil 3 mal 3 gleich 9 ist. Die dritte Wurzel aus 8 ist 2, weil 2 mal 2 mal 2 gleich 8 ist. Die n-te Wurzel aus einer Zahl ist die Zahl, die n-mal mit sich selbst multipliziert wieder die Ausgangszahl ergibt.
Das große Q steht in der Mathematik für die rationalen Zahlen, also alle Brüche. Als Rechenaufgabe ergibt „Wurzel aus Q“ deshalb keinen Sinn, aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, wie es klingt.
Woher kommt der Spruch?
Aus dem Klassenzimmer, und damit aus einer Quelle, die sich nicht zurückverfolgen lässt. Er gehört zu den Wortspielen, die entstehen, wenn jemand eine Formel laut vorliest und ein anderer hört, was sie nicht meint. Verwandt ist der Seeräuber, der keinen Kreis berechnen kann, weil er Pi raten muss.
Im Norden gibt es eine Steigerung: Dort heißt die Karotte Wurzel, und wer das Wurzelzeichen durch eine Möhre ersetzt, hat drei Bilder und immer noch dieselbe Formel. Außerhalb Norddeutschlands versteht das allerdings niemand.
Warum funktioniert er?
Weil er das Ohr täuscht statt das Auge. Die meisten Bilderrätsel arbeiten mit dem Sehen; dieses hier arbeitet mit dem Vorlesen, und der Moment, in dem die Formel im Kopf umkippt, kommt jedes Mal ein bisschen zu spät.
Das Shirt dazu gibt es bei uns, mit Ente, Wurzel und Kuh.
Und, gemerkt?
Wie klingt „Ente Wurzel aus Kuh“, wenn man es laut vorliest?
