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Wie funktionieren Handwärmer?

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ZusammenfassungEin Handwärmer zum Knicken enthält eine übersättigte Lösung von Natriumacetat. Der Knick auf dem Metallplättchen löst die Kristallisation aus, und dabei wird Wärme frei. Der Beutel erreicht gut fünfzig Grad und hält die Wärme je nach Größe eine halbe bis ganze Stunde.

Was ist eine übersättigte Lösung?

Eine Flüssigkeit, in der mehr Stoff gelöst ist, als eigentlich hineinpasst. Erreicht wird das durch Erhitzen: Heißes Wasser nimmt mehr auf als kaltes. Kühlt es langsam und ungestört ab, bleibt der Stoff gelöst, obwohl er längst auskristallisieren müsste.

Dieser Zustand ist stabil und zugleich zerbrechlich. Es fehlt nur ein Anlass.

Was macht das Metallplättchen?

Es liefert diesen Anlass. Beim Knicken entstehen an seiner Oberfläche winzige Unebenheiten, an denen sich die ersten Kristalle anlagern können. Von dort läuft die Kristallisation in Sekunden durch den ganzen Beutel.

Wärmer als 58 Grad wird er dabei nicht, denn das ist der Schmelzpunkt des Salzes. Ein Handwärmer erzeugt keine Wärme, er gibt die zurück, die beim Kochen hineingesteckt wurde.

Warum muss man ihn kochen?

Um die Kristalle wieder aufzulösen. Der Beutel kommt für fünf bis fünfzehn Minuten in kochendes Wasser, bis die letzte Trübung verschwunden ist. Bleibt ein einziger Kristall übrig, löst er die Reaktion beim Abkühlen sofort wieder aus.

Danach langsam abkühlen lassen und nicht in den Kühlschrank legen.

Wie oft geht das?

Sehr oft, solange der Beutel dicht bleibt. Kaputt geht dabei fast immer die Hülle und nicht der Inhalt. Unseren gibt es als Plutonium-Handwärmer.

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